Eisenbahnbau auf Teneriffa: Grundstücksenteignungen beginnen dieses Jahr

Eisenbahnbau auf Teneriffa: Grundstücksenteignungen beginnen dieses Jahr

Teneriffa; 08.01.2019 – – Für den geplanten Bau der Eisenbahnstrecke auf Teneriffa beginnt in diesem Jahr die Zwangsenteignung der Grundstücke, welche für den Trassenbau notwendig sind. Insgesamt werden 635 Grundstücke in zwölf Gemeinden benötigt, wovon 285 über ein Enteignungsverfahren den Eigentümer wechseln. Alleine 165 Grundstücke gehören zur Gemeinde Candelaria. Die Entschädigungszahlungen für die Enteignungen belaufen sich auf geschätzte 79.249.128,49 Euro, die an die bisherigen Eigentümer ausgezahlt werden sollen.
Im Jahr 2010 kündigte der damalige Wirtschaftsminister Carlos Alonso an, das 2017 der Zugverkehr aufgenommen werden sollte. Jetzt, zwei Jahre später, scheint das Projekt voranzukommen. Damals lähmte die Weltwirtschaftskrise das Prestigeobjekt der Nord-Süd-Bahn. Die Baukosten werden aktuell auf rund 3,3 Milliarden Euro geschätzt, wo der geplante Verkehrsknotenpunkt „Flughafen Teneriffa Süd“ bereits im Preis enthalten ist.
Die Planungen für die Zugverbindung zwischen Santa Cruz de Tenerife und Adeje begannen bereits 1997. Man rechnete damals mit dem Baubeginn im Jahre 2010 und einer Fertigstellung 2017. Ende 2011 musste das Projekt mangels Finanzierungsgrundlage gestoppt werden.
Aktuell wird mit dem Baubeginn im kommenden Jahr (2020) gerechnet und als Betreiber der Bahn soll die staatseigene Firma Metrotenerife fungieren, welche bereits die Stadtbahn in Santa Cruz de Tenerife betreibt.
Die Bauarbeiten werden in sechs Lose an Baufirmen vergeben. Um für den Bau regionales Personal zu finden soll eine eigene Online-Jobbörse eingerichtet werden.

Bildquelle: DA

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