Freimaurerloge „Abora 87“ auf La Palma

Freimaurerloge „Abora 87“ auf La Palma

La Palma; 23.10.2018 – – Die kleine Insel hat sowohl die jüngste und auch die größte Freimaurerloge Spaniens. Sie heisst „Abora 87“ und gehört dem „Schottischen Ritus“ an. Wiedergegründet wurde sie erst im November 2016 durch den ehemaligen Regierungs-Präsidenten Jerónimo Saavedra. Zum ersten Mal wurde sie aber 1875 in Santa Cruz de La Palma gegründet und wurde dann, so wie alle anderen Freimaurerlogen Spaniens, durch General Franco verboten. Der damalige Bischoff von Teneriffa, Bernardo Alvarez, weigerte sich an der Erstgründung teilzunehmen, da die katholische Kirche die Freimaurerei nach außen hin ablehnt, obgleich viele hochrangige Kirchenmitglieder der Freimaurerei insgeheim angehören und/oder sogar eigene kirchliche Geheimlogen betreiben.
Die Freimaurer von La Palma finanzierten die Statue des Pater Diaz, der als Symbol liberaler Werte und sozialer sowie kultureller Entwicklung steht. Ihnen wird ebenso nachgesagt, die Entwicklung der Insel nachhaltig, bis zur Franco-Ära, geprägt zu haben.
Ein Umstand der auf viele Orte, Regionen und Länder der Welt zutrifft, da die Geheimbünde und ihre „Light“-Versionen in Form von Lions-Clubs und Rotary-Clubs, die Geschicke und Entwicklungen in westlichen, demokratischen, Staaten prägen.

Der Präsident der Loge, der Lehrer Luis Pérez, empfing erst kürzlich hohen Besuch: Archivald Orr Ewing, ehemaliger Großmeister der Grand Lodge of Scotland, Jerónimo Saavedra und Provinzial-Großmeister der Kanarischen Inseln, Gerald Ruben, kamen nach La Palma um sich die neue Loge anzusehen.

Offene Kritik:
Die Freimaurerei als Geheimbund, sowie ähnliche überparteiliche Organisationen waren schon immer Kritik ausgesetzt, da kein normaler Bürger genau weiss, was die Herren (und manchmal auch Damen) da in ihrer Freizeit treiben, wenn sie sich treffen. Als markantes Merkmal fällt auf, dass ein Großteil der Mitglieder der Freimaurerei oder humanitären Organisationen wie z.B. Lions-Club und Rotarier, mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten aus der Politik, Kultur und der Wirtschaft sind. Niemand kann einfach dort Mitglied werden. Neue Mitglieder kommen nur durch Vorschläge bereits vorhandener Mitglieder hinein. Wer vorgeschlagen wurde, wird darüber informiert und kann sich entscheiden ob er eintritt oder nicht.
Man muss sich vor Augen führen, das Mitglieder der verschiedensten Parteien, die sich offiziell nicht leiden können, Unternehmer aller Größen und Künstler sich regelmäßig in diesen Clubs treffen. Die Gesprächsthemen dort werden sich mit Sicherheit nicht nur um Golf oder die neueste Yacht drehen… Inwiefern diese oftmals unterstellte Vetternwirtschaft mit Korruptionsverdacht demokratisch ist, bleibt dabei ein Diskusionsthema, denn wenn die Mitglieder gegnerischer demokratischer Parteien sich heimlich in ihren Clubs treffen und in ihren Logen-Ritualen Händchen halten“ ist das aus der Sicht eines realen Demokraten mehr als kritisch zu hinterfragen.

Freimaurerei in der Geschichte:
Der Ursprung der Freimaurerei wird bis in die Zeit des Pyramidenbaus in Ägypten vermutet. Daher kommen auch die ägyptischen Symbole wie Obelisken und Pyramiden, bzw. Dreiecke, die sie oft als ihre Zeichen oder versteckte Hinweise für „Kenner“ verwenden. Obelisken findet man als Statuen fast überall in Europa und Amerika (siehe Washington D.C.). Im Laufe der Zeit war der aus vielen einzelnen Logen bestehende und in zwei Riten unterteilte Freimaurerbund, nachweislich an vielen politischen Großereignissen beteiligt. Die bekanntesten sind z.B. die französische Revolution, welche den selben Wahlspruch „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ hatte und die Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika.
In Verschwörungstheorien, welche man in vielen Büchern und im Internet nachlesen kann, wird unterstellt, die Freimaurerei ist die ausführende Instanz der ihnen übergeordneten Macht- und Finanzelite, die teilweise als „Iluminaten“ betitelt wird, welche mit dem damaligen Geheimbund der Iluminaten von Adam Weishaupt, aber an sich nichts mehr zu tun hat. Es gilt als Sammelbegriff für Teile der Hochfinanz, welche die „Neue Weltordnung“ einführen will, was auch auf der Rückseite des US-amerikanischen 1-Dollar-Schein steht. Mit Hilfe der Freimaurer und „humanitären“ Bruderschaften kann ihr Plan in jedem Land, in jeder Region und in jeder Stadt umgesetzt werden- So die Theorien. Gestützt werden diese Theorien durch Ereignisse in der Praxis, die es im Laufe der Geschichte gegeben hat. Dies hatte zur Folge dass dieser Mythos auch in diversen Filmen, Romanen und TV-Beiträgen in jüngster Vergangenheit öffentlich behandelt wurde, allerdings fast immer mit einen Unterton der Verharmlosung. Ob man der Einschätzung zustimmen oder es lieber belächeln möchte, muss jeder selber entscheiden, der sich mit dieser Thematik eingehend befasst hat.

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