UPDATE: Nach Doppelmord auf Teneriffa Hausdurchsuchung in Halle (Saale)

UPDATE: Nach Doppelmord auf Teneriffa Hausdurchsuchung in Halle (Saale)

Halle an der Saale/Teneriffa; 29.04.2019 – – Am vergangenen Sonnabend wurde die Wohnung der Familie in Halle an der Saale durchsucht. Die spanischen Behörden beantragten bei der Polizei in Sachsen-Anhalt ein Amtshilfeersuchen um mögliche Hintergründe zum Doppelmord an der Ehefrau und dem ältesten Sohn zu ermitteln, die letzten Mittwoch tot in einer Höhle bei Adeje gefunden wurden.
Der dringend tatverdächtige Vater Thomas H. wurde von einem Haftrichter ohne Kautionsmöglichkeit ins Gefängnis geschickt, nach dem die 48 Stunden-Frist des Polizeigewahrsams abgelaufen waren.
Er verweigert weiterhin jeder Zusammenarbeit und behauptete dass die Frau und der älteste Sohn noch gelebt hätten als er alleine den Rückweg angetreten hatte. Die Obduktion der Leichen soll weitere Klarheit über die Todesumstände bringen. Bisher bekannt ist, das sie eines rohen, gewaltsamen Todes starben und am Tatort viel Blut gefunden wurde.


UPDATE; 30.04.2019:
Nach heute bekannt gewordenen Informationen heisst der mutmaßliche Doppelmörder Thomas Handrick und stammt aus Halle (Saale). Er bestreitet weiterhin die Tat und klagt über Schmerzen, weswegen die Ermittler aus seiner Wohnung Medikamente holen mussten.
Vor zwei Jahre trennte er sich von seine Frau Sylvia und zog alleine nach Teneriffa. Der Osterurlaub der Frau und der beiden Söhnen war lange im Voraus geplant gewesen. Ebenso scheint die Tat selber geplant gewesen zu sein. Die Familie wurde vorsätzlich zur Ostereiersuche in eine Höhle geführt, welche von Thomas bereits vorab als Tatort ausgewählt wurde.
Offenbar wollte Thomas, welcher mehrere Immobilien besitzt und von den Mieteinahmen lebt, die Ehe retten und mit der Familie wieder zusammenziehen. Die Eltern hätten seiner Planung nach für ihren Lebensunterhalt nicht arbeiten müssen. Sylvia hingegen habe aber einen Arbeitsplatz in Deutschland, den sie nicht aufgeben wollte und dazu die Scheidung gewollt.
Eine Entscheidung die für sie und dem ältesten Sohn Jakob (10) tödlich endete. Jonas konnte sich retten in dem er rechtzeitig aus der Höhle flüchtete und nicht den Weg zurück gelaufen ist, den sie gekommen waren. Dieser Umstand hat ihm wohl das Leben gerettet. Nach rund 4 km und 5 Stunden Flucht durch die schroffe Landschaft wurde er zufällig von Annelies B. gefunden.
Der Pfarrer Immo Wache hat von der Familie einen Vollmacht über eine vorübergehende Vormundschaft erhalten, um den Sohn Jonas in seine Heimat überführen zu können. Von der Familie selbst sieht sich offenbar niemand im Stande selbst nach Teneriffa zu reisen um den Jungen abzuholen, was in den sozialen Netzwerken – insbesondere bei familiär geprägten Spaniern, auf großes Unverständnis in der Öffentlichkeit stößt. Jonas (7) hat gestern vor einem Richter seine Aussage zu den Geschehnissen vom vergangenen Dienstag gemacht.

Bildquelle: AP/dpa

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