Universität von Las Palmas will Franco-Diktatur auf Gran Canaria erforschen

Universität von Las Palmas will Franco-Diktatur auf Gran Canaria erforschen

Gran Canaria; 16.07.2018 – – Die Universität von Las Palmas gibt 30.000,- Euro für eine Untersuchung des Franco-Terrors auf Gran Canaria aus. Es soll zum ersten Mal eine Exhumierung auf dem Friedhof stattfinden, in dem die Überreste von zwei prominenten ermordeten Opfern der Franco-Herrschaft liegen sollen.
Insgesamt sollen auf den Kanaren seit dem Putsch 1936 rund 5.000 Menschen ermordet worden sein. 2.000 davon auf Gran Canaria. Seit dem Putsch waren die Kanaren sofort in der Hand der Anhänger von General Franco. Kommunisten, Linke, Sozialisten und Vertreter der Arbeiterbewegungen wurden als Feinde der neuen Herrscher betrachtet. In ganz Spanien waren seit dem Beginn des Bürgerkriegs 122.000 Menschen verschwunden, die mutmaßlich ermordet wurden.
Auf dem Friedhof von Vegueta befindet sich ein mit Beton versiegeltes Massengrab in dem hunderte Mordopfer auf einer Fläche von nur zwei mal zwei mal drei Meter liegen sollen. Die meisten Opfer der Franco-Diktatur auf Gran Canaria wurden in dem militärischen Sperrgebiet La Isleta ermordet. Die Arbeitsgruppe sammelt zu der Zeit an der Franco an der Macht war, Unterlagen und Dokumente um diesen Teil der spanischen und kanarischen Geschichte zu erforschen und aufzuarbeiten.

Bildquelle: Cabildo de Gran Canaria

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