{"id":10267,"date":"2018-07-17T11:36:12","date_gmt":"2018-07-17T10:36:12","guid":{"rendered":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/?p=10267"},"modified":"2018-07-17T11:39:47","modified_gmt":"2018-07-17T10:39:47","slug":"bauindustrie-auf-teneriffa-verwendet-47-illegal-bezogene-zuschlagstoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/bauindustrie-auf-teneriffa-verwendet-47-illegal-bezogene-zuschlagstoffe\/","title":{"rendered":"Bauindustrie auf Teneriffa verwendet 47% illegal bezogene Zuschlagstoffe"},"content":{"rendered":"<p>Teneriffa; 17.07.2018 &#8211; &#8211; Die Bauindustrie auf Teneriffa verarbeitet gesch\u00e4tzte 47% illegal bezogene Zuschlagstoffe, prangert die Fepeco (Provinz Federation of Construction) an. Die f\u00fcr Neubauten verwendeten Rohmaterialien, F\u00fcllstoffe und Zuschlagstoffe f\u00fcr den Beton, stammen zum gro\u00dfen Teil aus Abbruchbeton, f\u00fcr den es weder Garantie noch einen CE-konformen Nachweis der Herstellung gibt.<br \/>\nLegale Steinbr\u00fcche sind knapp auf Teneriffa und denen geht das legale Material aus. Die zwei verbliebenen Steinbr\u00fcche in Arico und Los Pasitos k\u00f6nnen den Bedarf der Bauindustrie, mit neuen Gestein, nicht decken. Daher greifen Bauunternehmer auf Aufbereitungsanlagen f\u00fcr Bauabf\u00e4lle zur\u00fcck, was rechtswidrig ist.\u00a0In den ersten f\u00fcnf Monaten des Jahres 2018 wurden in Teneriffa 327.000 Tonnen Gesteinsk\u00f6rnungen f\u00fcr Beton, Asphalt und M\u00f6rtel verbaut. Doch nur 172.000 Tonnen stammen aus den Steinbr\u00fcchen, mit rechtlich einwandfreien CE-Kennzeichnungen und Garantien der Hersteller. Der fehlende Teil stammt aus den Recycling-Aufbereitungsanlagen f\u00fcr Abbruchgestein und Beton. Die Qualit\u00e4t dieses Materials ist h\u00f6chst unterschiedlich und die Verwendung dieses Materials ist eingeschr\u00e4nkt.<br \/>\nBei einer Konferenz zur nachhaltigen Versorgung von Gesteinsk\u00f6rnungen in der Europ\u00e4ischen Union, die im November 2017 in Tallinn stattfand, wies man darauf hin, dass Gesteinsk\u00f6rnungen nur dann wiederverwertet werden sollten, wenn sie technisch, \u00f6kologisch und \u00f6konomisch vertretbar sind.\u00a0In Europa erf\u00fcllen nur 14% der vermarkteten Zuschlagstoffe diese Anforderungen.<br \/>\nAuf Teneriffa k\u00f6nnen die Abbruchbeton-Recycling-Anlagen 16 mal mehr Zuschlagstoffe produzieren als es in den Steinbr\u00fcchen m\u00f6glich ist.<br \/>\nDer Pr\u00e4sident des Bauverbandes erkl\u00e4rt daraufhin, dass bei dem f\u00fcr Neubauten verwendeten Abbruchbeton 20% mehr Zement beigemischt wird, um die Qualit\u00e4t auszugleichen, die dem recycelten Abbruchbeton-Granulat fehlt.<br \/>\nDas beste Beispiel f\u00fcr die minderwertige Qualitat von Abbruchbeton-Granulat sieht man an den Strassen bei denen nach wenigen Monaten die Strassendecke anf\u00e4ngt zu br\u00f6ckeln.<br \/>\nDer Pr\u00e4sident der Arbeitgeber \u00e4u\u00dferte dazu, dass es auf der Insel ein Problem mit Zuschlagstoffen gibt, aber nicht, weil es einen Mangel gibt, sondern &#8220;aufgrund des Mangels an Management, Planung, Flei\u00df und Effizienz der verschiedenen Verwaltungen, die die Entwicklung und Umsetzung von legalen Steinbr\u00fcchen unm\u00f6glich machen&#8221;.<br \/>\nWenn einer der letzten beiden Steinbr\u00fcche, in Los Pasitos, in den n\u00e4chsten Monaten geschlossen wird, wird sich die Lage weiter versch\u00e4rfen.<br \/>\nDie Regierung muss neue Steinbr\u00fcche genehmigen, die qualitativ hochwertige Zuschlagstoffe produziert, ansonsten bleibe nur der teure Import oder aber, wie bisher, die illegale Verwendung von Zuschlagstoffen aus Abbruchbeton mit unberechenbarer Qualit\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teneriffa; 17.07.2018 &#8211; &#8211; Die Bauindustrie auf Teneriffa verarbeitet gesch\u00e4tzte 47% illegal bezogene Zuschlagstoffe, prangert die Fepeco (Provinz Federation of Construction) an. 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