{"id":10341,"date":"2018-07-20T12:30:08","date_gmt":"2018-07-20T11:30:08","guid":{"rendered":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/?p=10341"},"modified":"2018-07-20T13:31:03","modified_gmt":"2018-07-20T12:31:03","slug":"litt-der-morder-israel-rodriguez-miranda-an-posttraumatischer-belastungsstorung-ptbs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/litt-der-morder-israel-rodriguez-miranda-an-posttraumatischer-belastungsstorung-ptbs\/","title":{"rendered":"Litt der M\u00f6rder Israel Rodriguez Miranda an &#8220;Posttraumatischer Belastungsst\u00f6rung&#8221; (PTBS)?"},"content":{"rendered":"<p>Teneriffa; 18.07.2018 &#8211; &#8211; T\u00f6tete der Soldat und Familienvater Israel Rodriguez Miranda seine Frau Paula Teresa (32), seine beiden kleinen T\u00f6chter (3, 5) und den Familienhund? Alle Indizien deuten darauf ihn und auch wenn noch in alle Richtungen ermittelt wird, wird der Familienvater als Hauptverd\u00e4chtiger gef\u00fchrt, welcher sich nach den Morden selbst erh\u00e4ngte.<\/p>\n<p>Bereits <a href=\"https:\/\/canaryo.net\/portal\/vier-tote-familienmitglieder-in-la-orotova-entdeckt\/\">hier<\/a> berichteten wir \u00fcber die Vorg\u00e4nge der Familientrag\u00f6die seit dem 16.07.2018.<\/p>\n<p>Der T\u00e4ter hat einen Abschiedsbrief hinterlassen, in dem er, so wie wir bereits vermuteten, durch seinen Einsatz im Afghanistan-Krieg bleibende psychische St\u00f6rungen davon getragen hat. In dem Brief beschwerte er sich \u00fcber die Unf\u00e4higkeit des Staates den traumatisierten Soldaten und deren Familien nach dem Einsatz psychologisch zu helfen. Wie so viele Kriegsteilnehmer litt auch Israel an einer\u00a0posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung&#8221; (PTBS). Die Handschrift in dem Brief wurde von Experten als die seine best\u00e4tigt.<br \/>\nEs gilt auch als best\u00e4tigt dass die T\u00f6chter erstickte wurden und die Ehefrau und Mutter erw\u00fcrgt wurde. Sie w\u00e4re selber zu Gewalt an ihren Kindern nie f\u00e4hig gewesen, beschreiben sie Familienmitglieder und Freunde. Die Mutter hinterl\u00e4sst einen \u00e4lteren Sohn, welcher von einem anderen Vater stammt und der w\u00e4hrend der Tatzeit bei diesem war. Die Gro\u00dfmutter rief am Montag gegen Mittag die Polizei, da sie auf eine Meldung der Familie wartete, welche nicht kam. Die Beamten \u00f6ffneten die T\u00fcr und fanden die Leichen der vier Personen und des Hundes. Die Opfer lagen in einem Raum auf dem Bett aufgereiht. Der T\u00e4ter erh\u00e4ngte sich im Nachbarzimmer.<br \/>\nIsrael, 43 Jahre alt und aus Zamora stammend, war ein Kriegsveteran, der f\u00fcr seine Kampfhandlungen in Afghanistan w\u00e4hrend seiner Dienstzeit mit dem angesehenen Milit\u00e4rverdienstkreuz mit rotem Abzeichen ausgezeichnet wurde. Die Auszeichnung erhielt er f\u00fcr die Beteiligung an Kampfhandlungen im Jahr 2007.\u00a0Er war zu bis zu seinem Tot bei seiner Brigade als Mechaniker im Hubschrauberbataillion in Los Rodeos stationiert.<\/p>\n<hr \/>\n<p>UPDATE 19.07.2018 &#8211; &#8211; Bez\u00fcglich des grausamen Mordes sind neue Details ver\u00f6ffentlicht worden. Die beiden kleinen T\u00f6chter sind laut Autopsiebericht nicht vergiftet, sondern erstickt worden. Der letzte Kontakt von anderen Familienmitgliedern zu der toten Familie bestand am 14. Juli. Die leblosen K\u00f6rper selber sollen beim Auffinden am Montag bereits zwei Tage tot gewesen sein. Dies widerspricht der ersten Darstellung \u00f6rtlicher Medien, dass die Familie noch am Abend zuvor mit anderen Familienmitgliedern gefeiert haben sollen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>UPDATE 20.07.2018 &#8211; &#8211; Zu dem vom M\u00f6rder hinterlassenen Abschiedsbrief sind neue Details des Inhalts bekannt geworden. So beschwerte sich der Familienvater und mutma\u00dflich M\u00f6rder dar\u00fcber das seine Familie gro\u00dfe finanzielle Probleme habe, eines der Kind schwer krank ist und die Familie der Frau ihn angeblich nicht sehr mochte. Feministische Verb\u00e4nde deklarieren den mehrfachen Mord eines Mannes an Frauen, bzw. weibliche Personen als geschlechterspezifische Gewalt in einer &#8220;Macho&#8221;-Kultur, wie sie in Spanien \u00fcblich sei. Darauf reagieren die Ermittler mit der Antwort, dass es bez\u00fcglich dieser Familie absolut keine Hinweise auf Probleme in der Beziehung gab. Der Vater\u00a0Israel Rodriguez Miranda war nie gewaltt\u00e4tig geworden und auch nicht als &#8220;Macho&#8221; bekannt. Es gab keine Anzeichen auf Streit und Unstimmigkeiten die die Polizei oder andere Beh\u00f6rden im Vorfeld zum Eingreifen h\u00e4tten bewegen k\u00f6nnen. Die Tat geschah praktisch aus dem Nichts heraus ohne jedes Anzeichen einer Ank\u00fcndigung. In den Kopf eines Menschen kann man nicht hinein schauen. Inwiefern dieser schreckliche Tag nun Auswirkungen auf den Umgang und der staatlichen Betreuung mit Kriegsveteranen haben wird, die anerkannt an PTBS leiden, wird die Zukunft bringen. In diesem Bereich besteht in Spanien dringend Handlungsbedarf. Soldaten, die psychische Sch\u00e4den durch ihre Kampfeins\u00e4tze erlitten haben, d\u00fcrfen nach ihrem Einsatz oder ihrer Dienstzeit nicht alleine gelassen werden. Diese Problematik betrifft nicht nur Spanien, sondern aller L\u00e4nder und Armeen. Auch in den USA und in Deutschland sind Selbstmorde oder gar &#8220;erweiterte Suizide&#8221; von psychisch kranken Kriegsveteranen bekannt, die ihre schrecklichen Erlebnisse in Auslandseins\u00e4tzen nie richtig verarbeitet haben. Dies darf jedoch niemals der Grund sein, andere Menschen, insbesondere seine Liebsten und kleine Kinder zu t\u00f6ten.<\/p>\n<p>Bildquelle:\u00a0diariodeavisos.elespanol.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teneriffa; 18.07.2018 &#8211; &#8211; T\u00f6tete der Soldat und Familienvater Israel Rodriguez Miranda seine Frau Paula Teresa (32), seine beiden kleinen T\u00f6chter (3, 5) und den Familienhund? Alle Indizien deuten darauf ihn und auch wenn noch in alle Richtungen ermittelt wird, wird der Familienvater als Hauptverd\u00e4chtiger gef\u00fchrt, welcher sich nach den Morden selbst erh\u00e4ngte. 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