{"id":10694,"date":"2018-07-30T22:06:41","date_gmt":"2018-07-30T21:06:41","guid":{"rendered":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/?p=10694"},"modified":"2018-07-30T22:06:41","modified_gmt":"2018-07-30T21:06:41","slug":"wasserbombe-an-der-kuste-von-la-palma-gefunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wasserbombe-an-der-kuste-von-la-palma-gefunden\/","title":{"rendered":"Wasserbombe an der K\u00fcste von La Palma gefunden"},"content":{"rendered":"<p>La Palma; 30.07.2018 &#8211; &#8211; Die Guardia Civil sperrte einen K\u00fcstenbereich bei Tijarafe ab. Dort wurde eine mutma\u00dfliche Wasserbombe, amerikanischer Bauart, aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Der Munitionsbergungsdienst ist auf dem Weg um die Bombe zu entsch\u00e4rfen oder kontrolliert zu sprengen. Experten hatten schon l\u00e4nger damit gerechnet das die zwangsweise abgeworfenen Munition irgendwann an der K\u00fcste La Palmas auftauchen k\u00f6nnte.<br \/>\nDie Geschichte zu dem Bombenfund:<br \/>\nDie Wasserbombe stammt vermutlich von einem US-amerikanischen U-Boot-Jagdbomber des Typs F4F &#8220;Wildcat&#8221;, der im Sommer 1944 nach deutschen U-Booten im Atlantik suchte. Doch ein deutsches U-Boot macht Jagd auf die Verfolger versenkte mit drei Torpedos den amerikanischen Flugzeugtr\u00e4ger &#8220;USS Block Island&#8221;, welcher die Basis von dem Piloten John F. Carr war. Er war, zusammen mit anderen Maschinen, in der Luft, als ihr schwimmendes Rollfeld im Atlantik versank. Seine Maschine hatte bald kein Treibstoff mehr und der Pilot warf seine komplette Bombenlast ab, um l\u00e4nger in der Luft bleiben zu k\u00f6nnen und einen Landeplatz zu suchen. Eigentlich wollte er auf Madeira landen, begann aber gegen 23 Uhr eine Notwasserung vor La Palma, in der vermeintlichen Annahme er w\u00e4re bereits vor Madeira. John rettete sich auf einen Felsen, kam von dort aber nicht weg. Ein Fischerboot fand zuf\u00e4llig den Piloten und brachte ihn in die Gemeinde Tijarafe. In einem von ihm verfassten Artikel in einer Milit\u00e4r-Zeitschrift, schrieb er, dass er von den Spaniern gut behandelt wurde und sie ihn ordentlich &#8220;durchf\u00fctterten&#8221;. Allerdings verstand er ihre Sprache nicht. Da sie kein portugiesisch Sprachen, vermutete er, dass der Akzent auf Funchal anders ist als normales Portugiesisch. Erst als er am Folgetag in eine Stadt ging, stellte er fest, das er auf einer spanischen Kanareninsel und nicht auf Madeira war. Die Guardia Civil nahm ihn in Gewahrsam und \u00fcbergab den Piloten an das 133 Regiment der spanischen Armee. Ein Major dieser Einheit, welcher das deutsche Eiserne Kreuz als Abzeichen trug, war von dem Ank\u00f6mmling gar nicht begeistert und beschimpfte ihn dass er hier nur \u00c4rger machen wolle. Dazu muss man wissen, das zehntausende spanische Soldaten der &#8220;Blauen Division&#8221; in der Wehrmacht dienten und an der Ostfront f\u00fcr das Deutsche Reich k\u00e4mpften. Der spanische Major hatte also kurz zuvor f\u00fcr die Armee des Feindes gedient. Ein vor Ort lebender englischsprachiger Versicherungsvertreter der Lloyds of London-Versicherung dolmetschte f\u00fcr ihn. John blieb w\u00e4hrend des ganzen Krieges der einzige amerikanische Pilot der in Spanien in Gefangenschaft geriet. Nach 10 Tagen auf La Palma, kam er \u00fcber Teneriffa nach Gran Canaria. Von dort brachten die Spanier ihn per Schiff nach Cadiz und weiter in die &#8220;Freiheit&#8221; nach Gibraltar, wo die Amerikaner auf der britischen Exklave einen St\u00fctzpunkt hatten. Von den f\u00fcnf Piloten die w\u00e4hrend des Untergang ihre Flugzeugtr\u00e4gers in der Luft waren, \u00fcberlebten nur zwei. 650 M\u00e4nner von der versenkten USS Block Island konnten gerettet werden.<\/p>\n<p>Bildquelle: mundolapalma com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>La Palma; 30.07.2018 &#8211; &#8211; Die Guardia Civil sperrte einen K\u00fcstenbereich bei Tijarafe ab. Dort wurde eine mutma\u00dfliche Wasserbombe, amerikanischer Bauart, aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Der Munitionsbergungsdienst ist auf dem Weg um die Bombe zu entsch\u00e4rfen oder kontrolliert zu sprengen. Experten hatten schon l\u00e4nger damit gerechnet das die zwangsweise abgeworfenen Munition irgendwann an der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":10700,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"gallery","meta":[],"categories":[445,449,2146,6,450],"tags":[3925,1487,691,1165,3924,12,3923,3922,3033,3920,3921],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10694"}],"collection":[{"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10694"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10694\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10701,"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10694\/revisions\/10701"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10700"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}