{"id":11518,"date":"2018-08-27T16:11:55","date_gmt":"2018-08-27T15:11:55","guid":{"rendered":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/?p=11518"},"modified":"2018-08-27T16:11:55","modified_gmt":"2018-08-27T15:11:55","slug":"endstation-jinamar-der-brennpunkt-von-gran-canaria","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/endstation-jinamar-der-brennpunkt-von-gran-canaria\/","title":{"rendered":"Endstation Jinamar &#8211; Der Brennpunkt von Gran Canaria"},"content":{"rendered":"<p>Gran Canaria; 27.08.2018 &#8211; &#8211; Die Stadt Jinamar, Teil der Gemeinde Telde, entwickelt sich zur\u00fcck, meint die Sozialarbeiterin Suso Santana. Santana ist seit 35 Jahren in Jinamar beruflich unterwegs. Sie sagt Zust\u00e4nde wie in den 1980ern voraus. Damals hatte die Stadt, welche gr\u00f6\u00dften teils nur aus Sozialbauten besteht, die Spitzenwerte an Kriminalit\u00e4t erreicht. Drogen, Raub und Gewalt waren Alltag.<br \/>\nAktuell nimmt der Drogenkonsum weiter zu. Arten von Bet\u00e4ubungsmittel die als &#8220;ausgestorben&#8221; galten, sind wieder erh\u00e4ltlich. Die Menschen, insbesondere junge Menschen, sehen keine Zukunft. Dieser Frust f\u00fchrt dazu das sie sich in Rebellion und Gewalt niederschl\u00e4gt. Die 26 abgefackelten Autos waren nicht die Ersten und nicht die Letzten. Alle paar Tage brennen M\u00fclltonnen oder Autos in Jinamar. Vor rund einer Woche wurden zwei Taxen zerst\u00f6rt. Diese Taten sind die Rufe der Verzweifelten. Nur so richten sich die Kameras und die Aufmerksamkeit der \u00d6ffentlichkeit wenigstens f\u00fcr kurze Zeit auf diese Stadt.<br \/>\nZwei Faktoren sind der Kern der Probleme der Stadt: Die Anwesenheit von sehr schlechten &#8220;Eigenschaften&#8221; der Bewohner und das Fehlen von Handlungen seitens der Stadt oder der Regierung. So gibt es keine Sozialpolitik f\u00fcr die Menschen, keine Beratungsstellen f\u00fcr S\u00fcchte, keine Behandlungszentren f\u00fcr Suchtkrankheiten, keine Workshops oder Aktivit\u00e4ten f\u00fcr Jugendliche, keine Sozialr\u00e4ume, keine B\u00fcrgerzentren, keine Polizeistation (die wurde wegen Personalmangel geschlossen) und eben keine Arbeit f\u00fcr die Menschen aus der Unterschicht mit fragw\u00fcrdiger Bildung und Lebenseinstellung. Die Polica Nacional traut sich kaum noch durch die Stadt. Niemand schenkt den Menschen Aufmerksamkeit, keiner h\u00f6rt ihre Probleme an, welche immer die selben sind:<br \/>\nKeine, oder schlecht bezahlte Arbeit, keine Perspektive, keine Motivation was am Leben zu \u00e4ndern, unterst\u00fctzt durch die allgegenw\u00e4rtig erh\u00e4ltlichen Drogen, lassen Jinamar zu einem Pulverfass werden. Santana meint, die 26 abgebrannten Autos waren nur der Anfang. F\u00fcr sie ist es nur noch eine Frage der Zeit bis die Stadt zur No-Go-Area, einem Ghetto der abgeh\u00e4ngten Unterschicht, wird und es zu b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Zust\u00e4nden kommt.<\/p>\n<p>Bildquelle:\u00a0teldeactualidad com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gran Canaria; 27.08.2018 &#8211; &#8211; Die Stadt Jinamar, Teil der Gemeinde Telde, entwickelt sich zur\u00fcck, meint die Sozialarbeiterin Suso Santana. Santana ist seit 35 Jahren in Jinamar beruflich unterwegs. Sie sagt Zust\u00e4nde wie in den 1980ern voraus. Damals hatte die Stadt, welche gr\u00f6\u00dften teils nur aus Sozialbauten besteht, die Spitzenwerte an Kriminalit\u00e4t erreicht. Drogen, Raub [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11521,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"gallery","meta":[],"categories":[1658,440,494,6],"tags":[2137,4437,524,462,742,4436,8,757,4020,2135,1279],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11518"}],"collection":[{"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11518"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11518\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11525,"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11518\/revisions\/11525"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11521"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11518"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11518"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11518"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}