{"id":14907,"date":"2019-01-25T12:59:43","date_gmt":"2019-01-25T12:59:43","guid":{"rendered":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/?p=14907"},"modified":"2019-01-25T14:03:55","modified_gmt":"2019-01-25T14:03:55","slug":"junge-familie-droht-die-obdachlosigkeit-in-santa-cruz-de-tenerife","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/junge-familie-droht-die-obdachlosigkeit-in-santa-cruz-de-tenerife\/","title":{"rendered":"UPDATE: Junge Familie droht Obdachlosigkeit in Santa Cruz de Tenerife"},"content":{"rendered":"<p>Teneriffa; 22.01.2019 &#8211; &#8211;\u00a0Josu\u00e9 Airam Navarro (39), Mar\u00eda Yanira Hern\u00e1ndez (28) und ihr Sohn (3) leben zwei Tage in Ofra in Angst. Grund daf\u00fcr ist ein R\u00e4umungsbefehl den der Vermieter erwirkt hat. Formal gesehen kann man dem Vermieter keinen Vorwurf machen, denn seit Mai 2018 hat die junge Familie keine Miete mehr gezahlt, bzw. zahlen k\u00f6nnen. Mutter und Vater sind arbeitslos. Der Vater erh\u00e4lt eine Invalidenrente von 370,- Euro im Monat. Davon muss die junge Familie einen ganzen Monat leben. W\u00fcrden sie die Miete bezahlen, blieben ihnen nur 70,- Euro f\u00fcr Nahrungsmittel und alles andere was man zum leben braucht. Nur dank der Lebensmittelspenden der Organisation &#8220;Platform 29E&#8221; haben sie etwas zu essen.<br \/>\nSie haben nun einen Aufschub um einen Monat beim Gericht beantragt und warten auf Antwort, ansonsten sind sie in zwei Tagen obdachlos.\u00a0Josu\u00e9 sagt, er hat nicht mal eine Lagerm\u00f6glichkeit f\u00fcr die Sachen die in der Wohnung sind. Beim Auszug w\u00fcrde er alles verlieren.\u00a0Mar\u00eda qu\u00e4lt eine gr\u00f6\u00dfere Sorge: sie hat Angst dass ihr bei der R\u00e4umung der Sohn vom Jugendamt weggenommen wird, weil sie bei Obdachlosigkeit dem Kind kein gesetzlich vorgeschriebenes ad\u00e4quates Lebensumfeld bieten kann. Die Gespr\u00e4che mit der Sozialf\u00fcrsorge und des Sozialassistenten der Stadtverwaltung sind bisher ergebnislos verlaufen, da es keinen passenden Sozialwohnraum in Santa Cruz gibt. Auf der anderen Seite m\u00f6chte die Familie auch gerne die Wohnung verlassen, denn der Eigent\u00fcmer hat seit Jahren nichts mehr in die Instandhaltung der Wohnung investiert. Die K\u00fcche ist in einem traurigen Zustand, ein Fenster und ein Fensterladen sind kaputt, der Boden ist feucht und bei Regen sickert Regenwasser durch das schlecht isolierte Dach der Eingangshalle in die W\u00e4nde der Wohnung. Es gibt noch die Option auf eine Obdachlosenunterkunft wo sie mit neun anderen Personen in einem Haus leben m\u00fcssten, aber das m\u00f6chte\u00a0Josu\u00e9 unbedingt vermeiden.\u00a0Die Stadtr\u00e4tin Ver\u00f3nica Meseguer hatte versprochen ihren Fall dem B\u00fcrgermeister, Jos\u00e9 Manuel Berm\u00fadez, zu \u00fcbergeben, doch bisher hat sich auch dort keiner bei ihnen gemeldet.<br \/>\nF\u00fcr den Fall dass eine Person oder Familie von Obdachlosigkeit akut bedroht ist, gibt es Notfall-Protokolle in der Stadtverwaltung, welche dann aktiviert werden um den Menschen zu helfen und ein Leben auf der Stra\u00dfe zu vermeiden. Doch bisher gibt es keine Reaktion.<br \/>\nEine offizielle Bewerbung um eine ausgeschriebene Wohnung h\u00e4tte f\u00fcr die junge Familie keinen Sinn, denn wer gibt schon jemanden eine Wohnung wenn er nur ein Einkommen von 370,- Euro im Monat nachweisen kann?!<br \/>\nDas Schicksal der jungen Familie steht beispielhaft f\u00fcr dutzende von Familien auf Teneriffa und den Kanaren allgemein, sowie tausenden im ganzen Land. Das ist die Realit\u00e4t in der Menschen leben, w\u00e4hrend die Provinzregierungen sich f\u00fcr Rekord-\u00dcbersch\u00fcsse im Haushalt r\u00fchmen und der Hauptwirtschaftszweig der Inseln, der Tourismussektor, sich eine goldene Nase verdient&#8230;<\/p>\n<hr \/>\n<p>UPDATE: 25.01.2019 &#8211; &#8211; Die junge Familie hat die Wohnung verlassen und wohnt aktuell in einem Hotelzimmer, das der Sozialdienst der Stadt Santa Cruz bereit gestellt hat. Freiwillige Helfer einer Hilfsorganisationen halfen dabei das Hab und Gut aus der Wohnung zu tragen, bevor ein Entr\u00fcmpelungskommando es tat. Das Eigentum wird erstmal bei der Hilfsorganisation Platform E29 untergebracht. Der kleine Sohn war in der Zeit im Kindergarten und hat von dem Auszug selbst nichts mitbekommen.<br \/>\nEin Anwalt des Vermieters, sowie ein Schl\u00fcsseldienst-Mitarbeiter nahmen die Wohnung gestern Mittag ab und tauschen die Schl\u00f6sser aus.<br \/>\nDer st\u00e4dtische Sozialdienst und das\u00a0Canary Islands Housing Institute (Icavi) teilten mit, das sie sich um eine neue Unterkunft f\u00fcr die Familie bem\u00fchen werden.<\/p>\n<p>Bildquelle: S. Mendez\/diariodeavisos.elespanol.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teneriffa; 22.01.2019 &#8211; &#8211;\u00a0Josu\u00e9 Airam Navarro (39), Mar\u00eda Yanira Hern\u00e1ndez (28) und ihr Sohn (3) leben zwei Tage in Ofra in Angst. 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