{"id":18793,"date":"2020-04-26T11:49:57","date_gmt":"2020-04-26T11:49:57","guid":{"rendered":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/?p=18793"},"modified":"2020-05-09T11:19:53","modified_gmt":"2020-05-09T11:19:53","slug":"illegale-fliehen-aus-spanien-zurueck-nach-afrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/illegale-fliehen-aus-spanien-zurueck-nach-afrika\/","title":{"rendered":"Illegale fliehen aus Spanien zur\u00fcck nach Afrika"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-0 is-cropped\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><\/ul><\/figure>\n\n\n<p><strong>F\u00fcr gew\u00f6hnlich kennt der Strom illegaler Migration nur eine Richtung: nach Europa. Doch die Corona-Krise stellt auch hier die Verh\u00e4ltnisse auf den Kopf. Illegal eingewanderte Marokkaner fliehen aus Spanien zur\u00fcck in ihre Heimat.<\/strong><\/p>\n<p>Um der Corona-Pandemie in Spanien zu entkommen, sind rund 100 illegal eingewanderte Marokkaner per Schlepper in ihr Heimatland zur\u00fcckgeflohen. Wie die spanische Zeitung\u00a0<a href=\"https:\/\/elpais.com\/espana\/2020-04-23\/mas-de-5000-euros-por-escapar-de-espana-en-patera.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8220;El Pa\u00eds&#8221; berichtet<\/a>, sei die Gruppe Ende M\u00e4rz mit zwei Schlauchbooten aufgebrochen, jeder von ihnen habe 5400 Euro f\u00fcr den Trip an die K\u00fcste Afrikas gezahlt. Von wo genau sie starteten, geht aus dem Bericht nicht hervor. Dem Blatt zufolge nehmen Schlepper f\u00fcr die Tour in die umgekehrte Richtung lediglich zwischen 400 und 1000 Euro.<\/p>\n<p>Die Zeitung beruft sich neben marokkanischen Medienberichten auf einen internen Bericht der EU-Kommission, den sie einsehen konnte. In dem Papier hei\u00dft es demnach, die Mafia zeige &#8220;extreme Flexibilit\u00e4t&#8221;, indem sie nun auch die R\u00fcckreise anbiete, da viele zumeist illegal eingereiste Marokkaner nun vor der Covid-19-Epidemie fliehen wollten. In Spanien gilt seit Wochen eine strenge Ausgangssperre. F\u00fcr die 100 Corona-Fl\u00fcchtlinge sei die Anlandung am Strand wegen hoher Wellen kaum m\u00f6glich gewesen. Ein weiterer Schlepper habe 300 Euro pro Kopf verlangt, um die Menschen an Land zu bringen.<\/p>\n<p>Ein Grund f\u00fcr diese Flucht unter umgekehrten Vorzeichen ist eine umstrittene Ma\u00dfnahme Marokkos. Dessen Regierung hatte am 13. M\u00e4rz einen vollst\u00e4ndigen Einreisestopp verh\u00e4ngt und verweigerte damit auch eigenen Staatsb\u00fcrgern im Ausland die R\u00fcckkehr. In den beiden spanischen St\u00e4dten an der Nordk\u00fcste Afrikas, Ce\u00fata und Melilla, wurden demnach mehrere Hundert legal eingereiste Marokkaner durch den Einreisestopp ihrer eigenen Regierung \u00fcberrascht &#8211; es handelt sich dabei um Pendler, die f\u00fcr die Arbeit t\u00e4glich die Grenze \u00fcberqueren. Mehrere M\u00e4nner h\u00e4tten versucht, an die heimischen Str\u00e4nde zu schwimmen, hei\u00dft es bei &#8220;El Pa\u00eds&#8221;.<\/p>\n<p>In Spanien wurden bereits weit mehr als 200.000 Infektionen mit dem Coronavirus gez\u00e4hlt, mehr als 20.000 Menschen erlagen den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Durch die rigorose Ausgangssperre sei der Arbeitsmarkt f\u00fcr die illegal eingereisten Marokkaner zusammengebrochen, schreibt &#8220;El Pa\u00eds&#8221;. Bei einer Erkrankung h\u00e4tten sie keinen Anspruch auf eine Behandlung und w\u00e4ren wohl auf den guten Willen der Mediziner angewiesen, die allerdings auch so schon alle H\u00e4nde voll zu tun haben. Auch der Beginn des Fastenmonats Ramadan k\u00f6nnte f\u00fcr viele ein Grund sein, zur\u00fcck in die Heimat zu wollen. Dem Bericht zufolge hat auch Marokko mit dem Virus zu k\u00e4mpfen. Knapp 3000 Covid-19-F\u00e4lle seien dort nachgewiesen worden, und es gelten ebenfalls strenge Ma\u00dfnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus.<br \/><br \/>Quelle: n-tv.de<br \/>Bildquelle: Marcos Moreno (Symbolfoto)<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr gew\u00f6hnlich kennt der Strom illegaler Migration nur eine Richtung: nach Europa. Doch die Corona-Krise stellt auch hier die Verh\u00e4ltnisse auf den Kopf. Illegal eingewanderte Marokkaner fliehen aus Spanien zur\u00fcck in ihre Heimat. Um der Corona-Pandemie in Spanien zu entkommen, sind rund 100 illegal eingewanderte Marokkaner per Schlepper in ihr Heimatland zur\u00fcckgeflohen. 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