{"id":9627,"date":"2018-06-12T21:41:45","date_gmt":"2018-06-12T20:41:45","guid":{"rendered":"http:\/\/canaryo.net\/portal\/?p=9627"},"modified":"2018-06-12T21:41:45","modified_gmt":"2018-06-12T20:41:45","slug":"gran-canaria-als-zuflucht-fur-629-afrikanische-fluchtlinge-auf-der-aquarius","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/canaryo.net\/portal\/gran-canaria-als-zuflucht-fur-629-afrikanische-fluchtlinge-auf-der-aquarius\/","title":{"rendered":"Gran Canaria als Zuflucht f\u00fcr 629 afrikanische Fl\u00fcchtlinge auf der Aquarius?"},"content":{"rendered":"<p>Gran Canaria; 12.06.2018 &#8211; &#8211; Die Pr\u00e4sidentin des Cabildo de Gran Canaria, Magdalena Valerio, hat an den Minister f\u00fcr Arbeit, Migration und soziale Sicherheit einen Brief geschickt. Sie hat ihm f\u00fcr die Entscheidung begl\u00fcckw\u00fcnscht, die afrikanischen Fl\u00fcchtlinge aufzunehmen, die sich auf dem Schiff &#8220;Aquarius&#8221; befinden. Urspr\u00fcnglich wollte das als Fl\u00fcchtlings-Transfer-Shuttle missbr\u00e4uchlich genutzte und Schleuserbeihilfe leistende Schiff, die Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge in Italien absetzen. Doch nach dem dort bereits hundertausende aus dem Mittelmeer gerettete Migranten einen immer schlimmer werdenden Schaden im Land anrichten, will Italien die bereits anwesenden s\u00fcdl\u00e4ndischen Migranten schnellstm\u00f6glich Richtung Norden (BRD) los werden und hat gleichzeitig alle H\u00e4fen f\u00fcr neu ankommende Fl\u00fcchtlinge geschlossen. Gleiches hat der Inselstaat Malta gemacht. Beide Staaten betrachten die Hilfsorganisationen, die die Fl\u00fcchtlinge in Sichtweite der nordafrikanischen K\u00fcste im Mittelmeer aufnehmen, als unfreiwillige Helfer der Schleuser, die das Fl\u00fcchtlingsproblem noch mehr versch\u00e4rft. Denn die Schleuser wissen, dass die in Lybien oder Tunesien gestartet Boote nur wenige Km fahren m\u00fcssen, und rufen dann die europ\u00e4ischen, teilweise auch deutschen Rettungsschiffe zur Hilfe um die Menschen aus den Schlauchbooten oder Wasser aufzunehmen.<br \/>\nSpanien hat angeboten dass die 629 aus dem Wasser geretteten Fl\u00fcchtlinge in Valencia von Bord gehen d\u00fcrfen. Daraufhin hat auch Frau Valerio angeboten, dass Gran Canaria humanit\u00e4re Hilfe in diesem Fall leisten kann. Genau genommen w\u00fcrde dies so aussehen, dass die Fl\u00fcchtlinge nach Gran Canaria kommen d\u00fcrfen, bis ihr Asylbescheid endg\u00fcltig beschieden wurden.<br \/>\nDieses Verhalten steht im starken Widerspruch zu der knallharten Anti-Fl\u00fcchtlingspolitik, die die Kanaren seit Jahren betreiben. Dies f\u00fchrte dazu das nur noch wenige Pateras von Marokko aus in Richtung Kanaren aufbrechen, da sich bei den Fl\u00fcchtlingen rumgesprochen hat, das ankommenden, meist aus der Subsahara-Regien stammten Migranten, postwendend in das Land zur\u00fcck geschickt werden, wo ihr Boot her kam.<br \/>\nFrau Morales begr\u00fcndet ihr Zustimmung zur Aufnahme der 629 Aquarius-Fl\u00fcchtlingen mit den Verpflichtungen des V\u00f6lkerrechts. Diese Verpflichtungen scheinen andere EU-Staaten, wie Malta oder Italien, nicht ernst zu nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gran Canaria; 12.06.2018 &#8211; &#8211; Die Pr\u00e4sidentin des Cabildo de Gran Canaria, Magdalena Valerio, hat an den Minister f\u00fcr Arbeit, Migration und soziale Sicherheit einen Brief geschickt. Sie hat ihm f\u00fcr die Entscheidung begl\u00fcckw\u00fcnscht, die afrikanischen Fl\u00fcchtlinge aufzunehmen, die sich auf dem Schiff &#8220;Aquarius&#8221; befinden. 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