Gemeinderat stellt Zwangsschließung für zwei SBH-Hotels auf Fuerteventura aus

Gemeinderat stellt Zwangsschließung für zwei SBH-Hotels auf Fuerteventura aus

Fuerteventura; 04.07.2018 – – Am 01. Juli hat der Miteigentümer der Hotelkette „Sunrise Beach Hotels“ bekannt gegeben dass der Bürgermeister von Pajara, Rafael Perdomo (PSOE) und der Gemeinderat Beschlüsse verfasst haben um die Hotels „SBH Taro Beach“ und „SBH Monica Beach“ an der Costa Calma, zu schließen.
Obwohl beide Hotels seit über 20 Jahren existieren und legal gebaut wurden, fehlte nach einem neuen Gesetz von 2012 eine offizielle Genehmigung „licencia de actividad clasificada“ für den Hotelbetrieb. Allerdings gibt es den Widerspruch dass dieses Gesetz nach EU-Recht überhaupt nicht existieren darf, bzw. keine Gültigkeit hat, wenn die Inselregierung den Betrieb bereits einmal in der Vergangenheit genehmigt hat.
Es ist momentan unklar ob der Betreiber, die FuertCan S.L., die neue Genehmigung beantragt hat oder der Antrag abgelehnt wurde.
Die undurchsichtige Rechtslage ist ein großes Pr0blem, denn rund 200 Mitarbeiter und über 1.500 Touristen wären von einer Schließung direkt betroffen. Die Urlauber stünden dann von heute auf morgen praktisch vor einem verschlossenen Hotel.
Sollte es zu einer Schließung kommen, hätte dies einen massiven Image-Schaden zur Folge, der ganz Fuerteventura treffen könnte.
Wie kam es überhaupt soweit? Eine Politikerin der Partei „Votemos“ zeigte die Hotelkette direkt bei Gericht an. Ihre Motive dazu sind unklar.
Der Bürgermeister von Pájara, Rafael Perdomo sagte dazu, er müsse das Gesetz erfüllen, weil ansonsten er selbst oder die Gemeinderatsmitglieder wegen Amtsmissbrauchs durch Unterlassen angeklagt würden. Die Betreiberfirma FuertCan S.L. hatte 6 Jahre Zeit gehabt sich um die Genehmigung zu kümmern. Er gibt aber auch, dass die Familie des Betreibers, sich schon seit Jahrzehnten nicht um geltende Gesetze schert, da sie Arbeitgeber für rund 1.000 Menschen auf der Insel sind und immer mit Entlassung drohen können und damit der Wirtschaft schaden. So stehen einige Hotels in Grünzonen und die darin betriebenen Unternehmungen, wie Restaurants und Ladenlokal, seien bis heute nicht einwandfrei rechtlich genehmigt worden.
Der Hotelier Gregorio Pérez sieht sich und seine Familie hingegen als Opfer eine Verfolgungs- und Belästigungs-Kampagne von Neidern, welche den Gemeinderat für seine Zwecke mißbraucht. Dies gipfelte mit dem Beschluß zur Schließung zwei der Hotels aus seinem Familienbetrieb, welche älter als 25 Jahre sind. Seiner Aussage nach stehen die Hotels auf touristischem Boden und wurden mit Baugenehmigungen errichtet. Im Jahre 2017 habe sich die Hetze gegen seine Familie verschärft. So sei ein Restaurant der Familie am 30.07.2017 in Costa Calma amtlich geschlossen und versiegelt worden, mit der Folge das 15 Mitarbeiter ihren Job verloren hatten. Das besagte Restaurant sei nun wieder geöffnet worden. Ebenfalls findet er es auffällig, dass 50% aller Anzeigen, die bei der Gemeinde Pajara eingehen, sich gegen Betriebe und Gebäude richtet, deren Eigentümer oder Geschäftsführer er ist. Aktuell hat er 40 zivile Gerichtsverfahren und zwei Strafverfahren gegen die Gemeinde Pajara gestellt und einen Befangenheitsantrag gegen den Bürgermeister gestellt, worauf der Bürgermeister mit einem Dekret und Schließungsbeschluß der Gemeinde geantwortet hat.
Es handelt sich hier offenbar um einen politischen Streit zwischen zwei Gegnern mit Einfluss.
Gregorio Pérez hat gegen die Schließung seiner Hotels Rechtsmittel eingelegt. Ihm bleiben 30 Tage Zeit die nötigen Unterlagen einzureichen. Jedoch sind im Monat August Gerichtsferien in ganz Spanien, weswegen auf juristischem Wege in den nächsten Wochen nicht viel passieren wird.

Bildquelle: Itaka pl

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