80% der Ferienwohnungen in Las Palmas gefährdet

80% der Ferienwohnungen in Las Palmas gefährdet

Gran Canaria; 25.10.2018 – – Das Parlament der Stadt Las Palmas will die Regeln für die private Ferienwohnungsvermietung in der Stadt massiv verschärfen. Die geplante neue Regelung würde für rund 80% aller aktuellen legalen Ferienunterkünfte das Aus bedeuten.
Ob die Änderung die Mehrheit der Abgeordneten bekommt, ist noch offen, aber nicht ausgeschlossen.
Die gewünschten Änderungen umfassen:
Ein touristisch genutztes Mietobjekt (Ferienhaus, Ferienwohnung) muss über einen eigenen Eingang und/oder Fahrstuhl verfügen. Die Urlaubsgäste dürfen nicht den selben Eingang nutzen den die regulären Mieter benutzen. Zu jeder Ferienwohnung ab 150 qm muss der Vermieter einen Parkplatz mit anbieten. Eine Erweiterung um die Bereitstellung einer Ladezone, behält sich die Stadt vor.
Die Stadtverwaltung behält sich ebenfalls vor, eine bereits erteilte Genehmigung zur touristischen Vermietung anullieren zu können, wenn der Wohnraum für regulären Langzeitmiete genutzt werden soll.
Zu diesem neuen Gesetzesentwurf haben die Bürger nun 45 Tage Zeit ihre Meinungen, Kritiken oder Ergänzungen bei der Stadt abzugeben, um eventuell Änderungen vornehmen zu können, bevor die Stadtabgeordneten von Las Palmas darüber abstimmen werden.
Kritiker der Opposition bemängeln, das aktuell 46% der touristisch genutzten Betten durch Ferienwohnungen oder Ferienhäuser bereit gestellt wird. Bei einem Jahresumsatz durch die touristische Vermietung von geschätzten 400 Millionen Euro im Jahr, wird mit dem Verlust von rund 200 Millionen Euro direkte oder indirekte Einnahmen in der städtischen Wirtschaft pro Jahr gerechnet.
Der Verband der kanarischen Ferienhausbesitzer (ASCAV) geht sogar davon aus, dass 90% der touristisch genutzten, privaten Urlaubsunterkünfte in Las Palmas von der neuen geplanten Regelung betroffen sein könnten.

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