Anfi del Mar – Timesharing von Rückgabewelle schwer getroffen

Anfi del Mar – Timesharing von Rückgabewelle schwer getroffen

Gran Canaria; 15.03.2019 – – Die Anfi-Gruppe hat massiv mit der Rücknahmewelle von Timesharing-Apartments zu kämpfen. Seit dem hunderte Timesharing-Kunden die Firma auf Rückabwicklung der Verträge verklagt haben und dies nun gerichtlich durchgesetzt werden kann, warteten viele Kunden vergeblich auf ihr Geld. Die einseitigen Knebelverträge stammen zum Teil aus den 1990er-Jahren und sind nun de facto ungültig. Das führte zur Zahlungsunfähigkeit der Firmen Anfi Resorts und Anfi Sales. Deren Guthaben auf den Konten lag 2014 noch bei 13 Millionen Euro. 2017 waren es gerade mal noch 400.000,- Euro auf den Konten, von denen einige bereits geschlossen wurden. Das aktuelle Kapital wird auf noch weniger geschätzt. Zwei Anwaltskanzleien (Ceballos Navarro und Canarian Legal Alliance – CLA) wollen die betreffenden Anfi-Unternehmen wegen Insolvenzverschleppung verklagen, außerdem sei die Kapitalisierung der Unternehmen von der Unternehmensmutter zu niedrig angesetzt gewesen. Mit dem Budget von 13 Millionen Euro hätte man die Forderungen aus Stornierungen von Timesharing-Verträgen nicht ausreichend decken können.
Aktuell sind über 500 Gerichtsverfahren gegen Anfi wegen Unregelmäßigkeiten beim Verkauf von Immobilien im Timesharing-Verfahren anhängig. Über 100 Gerichtsverfahren haben bereits ein Urteil vom Obersten Gerichtshof der Kanaren.
Die Anfi-Gruppe ist das zweitgrößte Hotel-Unternehmen auf Gran Canaria und befindet sich zur Hälfte im Besitz von Lopesan.

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