Beunruhigender Fund von Mikroplastik in kanarischen Gewässern

Beunruhigender Fund von Mikroplastik in kanarischen Gewässern

03.05.2021; Kanaren – Das Plastikteile in Meerestieren auftauchen und auch immer wieder an die kanarischen Küsten und Strände gespült werden, ist keine Neuigkeit mehr. Jetzt aber hat die Universität von Las Palmas in Zusammenarbeit mit weiteren ozeanischen Instituten in einer groß angelegten und bahnbrechenden Studie die Präsenz von Mikroplastik im offenen Meer und ganz konkret in den Wassersäulen, also dem Bereich zwischen Meeresgrund und -oberfläche untersucht. Dazu wurden Wasserproben aus unterschiedlichen Tiefen gesammelt und gefiltert und diese dann an die Universität von La Laguna zu einer chemischen Untersuchung geschickt. Das schockierende Ergebnis ist, dass in allen Proben Mikroplastik vorhanden war, selbst in 1.100 Metern Tiefe. Viele stammten davon aus synthetischen Fasern in Kleidungsstücken. Zusätzlich wurden in den Gewässern des Archipels auffällig viele Reste von Bootsfarbe mit Antifouling nachgewiesen. Hinzu kommt, dass die Meeresströmungen der Kanaren eine große Menge an Müll, der aus der ganzen Welt angeschwemmt wird, anziehen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Inseln ein Referenzpunkt für diese Art von Studien werden und bleiben.

Bildquelle: El Diario

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