Gerichtsurteil nach tödlichem Felsabgang am Playa Los Guíos de Los Gigantes 2009

Gerichtsurteil nach tödlichem Felsabgang am Playa Los Guíos de Los Gigantes 2009

Teneriffa; 22.01.2019 – – Am 01.11.2009 ereignete sich am Strand von Los Guíos de Los Gigantes eine Tragödie. Ein Felsabgang töte zwei junge Frauen und verletzte fünf weitere Strandgäste. Gestern wurden der ehemalige Bürgermeister von Santiago del Teide, Juan Damián Gorrín, sowie zwei verantwortliche Mitarbeiter der Stadt vom Strafgericht Nr. 8 in Santa Cruz de Tenerife, verurteilt. Gorrín erhielt zwei Jahre Haft, die Staatsanwaltschaft forderte drei Jahre Haft, wobei die massive Verzögerung in dem Gerichtsverfahren strafmildernd berücksichtigt werden sollte. Die ebenfalls mitverantwortlichen Mitarbeiter der Stadt, José Javier Rodríguez und Celso González, wurden jeweils zu eineinhalbjähriger Gefängnisstrafe verurteilt.
In der Urteilsbegründung gab der Richter an, das der Bürgermeister keine Maßnahme ergriffen habe um den Strand zu sperren oder auf die Gefahr hinzuweisen.
Die Steilküste war als instabil bekannt und es gab kurz zuvor Felsabgänge. Daraufhin hätte der Strand 24h unter Beobachtung gestellt und für Besucher gesperrt werden müssen. Es wurde auch versäumt Warnungen in Form von Schilder, Plakate oder Barrikaden zu verwenden. Stattdessen war der Strand, trotz der bekannten Gefahrenlage für Besucher frei zugänglich. Ein Rettungsschwimmer wurde vorher bereits wegen Falschaussage verurteilt, da er behauptete es habe Warnhinweise in Form von Plakate gegeben, was sich als Lüge herausstellte.
Für die beiden Todesopfer gestand das Gericht den Opferfamilien eine Schadensersatzsumme in Höhe von 140.000,- Euro zu.
Der Vater eines der Todesopfer kündigte Revision an, da er mit dem milden Urteil nicht einverstanden ist.

Bildquelle: diariodeavisos.elespanol.com/

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