Patientin stirbt nach falscher Behandlung – Klinik in Las Palmas zu Schadensersatz verurteilt

Patientin stirbt nach falscher Behandlung – Klinik in Las Palmas zu Schadensersatz verurteilt

Gran Canaria; 20.01.2019 – – Die Klinik „Vithas“ in Las Palmas, Ortsteil Santa Catalina, sowie die Versicherung Segurcaixa Adeslas wurden vom Gericht Nr. 14 zu einer Schadensersatzszahlung in Höhe von 332.553,30 Euro verurteilt. Das entspricht 75% der von der Klägerfamilie geforderten Entschädigung in Höhe von 586.215,25 Euro.
Am 21.03.2016 ging die in der 29. Schwangerschaftswoche schwangere Chaxiraxi Heredia wegen Unwohlsein ins Krankenhaus. Die Ärzte diagnostizierten bei ihr eine Grippe und verschrieben ihn Paracetamol. In den Folgetagen war die Mutter eines vierjährigen Sohnes täglich im Krankenhaus mit einer Vielzahl von Beschwerden. Als sich ihr Zustand verschlechterte und sie unter Atemnot klagte kam sie nach dem Röntgen und CT-Untersuchung auf die Intensivstation. Dort wurde am 30.03.2016, ohne die Angehörigen zu fragen, das Baby per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Die falsche Einschätzung der Situation durch die Ärzte kosteten der Mutter schlussendlich am 14.04.2016 das Leben. Sie verstarb an einer mit Blut vollgelaufenen Lunge. Die Ursache dafür war ein Influenza Virus des Typ A. Der Tod der Frau hätte bei korrekter Untersuchung verhindert werden können, meint der Klägeranwalt.
Zurück blieben ein Ehemann, den sie erst acht Monate zuvor geheiratet hatte und zwei kleine Kinder.
Gegen das Urteil haben beide Parteien Revision eingelegt. Der Kläger fordert 100% Schadensersatz. Die Anwälte der Klinik und der Versicherung argumentieren hingegen dass eine Schadensersatzhöhe von 50.000,- Euro ausreichend sei um die „moralische Schuld“ auszugleichen.

CATEGORIES
TAGS
Share This

COMMENTS

Wordpress (0)
Disqus ( )