
Touristische Vermietung – ASCAV fordert endliche handeln der Regierung
Teneriffa, 11.02.2018 – – Der Verband privater kanarischer Ferienvermietung (ASCAV) fordert die Regierung der Kanaren auf im Bereich der Ferienwohnungs-Problematik endlich zu handeln.
Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind das beste Beispiel dafür das die Tourismusindustrie demokratisiert werden kann und auch die normale Bevölkerung direkt vom Tourismus profitiert, anstatt nur Arbeitnehmer im Hotel- und Gastgewerbe zu sein.
Seit der Reglementierung das private Ferienunterkünfte erst offiziell Registriert werden müssen, warten einige Antragsteller teils 18 Monate auf die gewünschte Lizenz um legal vermieten zu können. Die Behörden sind mit der Flut der Anträge überfordert.
Die private Unterkunftsvermietung bietet in Santa Cruz de Teneriffa mehr Übernachtungsbetten an als die Hotels selbst, was auf die starke Nachfrage und auch die Existenzberechtigung hindeutet.
Auf der anderen Seite kann ASCAV nachvollziehen dass durch die Vermietung privater Wohnungen und Häuser der Wohnraum noch knapper wird, gerade deswegen ist eine Lösung von der Regierung dringend notwendig.
Die normale Bevölkerung wächst immer weiter, die Arbeitslosigkeit ist auf einem hohen Niveau. Wohnungen zu einem bezahlbaren Preis sind praktisch nicht mehr vorhanden. Die Regierung der Kanaren hat es seit 10 Jahren versäumt neuen sozialen Wohnraum zu planen oder gar zu bauen. Banken und Fondsgesellschaften halten ebenfalls tausende von Wohnobjekten und geben diese nicht für die normale Bevölkerung frei. Sie spekulieren lieber und warten auf den lukrativen Verkauf an finanzkräftige Interessenten aus dem Ausland.
Der Zuzug von immer mehr finanziell potenten Personen vom Festland und aus anderen Staaten verschärft die Situation noch weiter.
Wohnungen oder Häuser sind besonders in den beliebten Touristenorten in den letzten zwei Jahren doppelt so teuer geworden.
Die Zuwanderer akzeptieren praktisch jeden Preis ohne ihn zu hinterfragen. Da hat die normale Bevölkerung, welche oftmals einen Monatslohn von unter 1000,- Euro netto pro Arbeitnehmer nach Hause bringt, keine Chance. Wenn dann noch vorhandener Wohnraum zu touristischen Zwecken vermietet wird, verschärft das die Situation nach weiter.
Es braucht daher dringend eine gesetzlichen Lösung die für alle Seiten tragbar und nützlich bist.
Bildquelle: forovacacional.es