Viertausend registrierte Ausländer in der Gemeinde Mogán verschwunden

Viertausend registrierte Ausländer in der Gemeinde Mogán verschwunden

Gran Canaria; 28.01.2019 – – Kurz vor den Gemeinderatswahlen im Mai musste die Gemeinde Mogàn feststellen dass der künftige Gemeinderat vier Mitglieder weniger haben wird. Grund: statt der bisher 23.491 Einwohner (Stand 2014) sind aktuell nur 19.657 Bürger in der Gemeinde offiziell registriert. Der Gemeinderat schrumpft somit von 21 auf 17 Ratsmitglieder für die künftige Regierungsperiode. Die Quote der offiziell gemeldeten Ausländer lag 2015 bei 45,8% (10.769 Ausländer), aktuell sind es aber nur noch 6.645 Ausländer, was 33,8% der Gesamteinwohnerzahl entspricht. Alleine die Zahl der gemeldeten Norweger ist um rund 1.000 Personen gesunken. Von einst 1.512 Briten sind nur noch 669 gemeldet. Die Zahl der als wohnhaft gemeldeten Deutschen ist von 1.508 auf 581 Personen geschrumpft.
Im Gegensatz dazu ist die Zahl der Marokkaner auf 669 und die der Italiener auf 603 gestiegen.
Aus China leben 37 und aus Kuba 30 Menschen offiziell in der Gemeinde Mogàn.
Ursache: Die Verwaltung glaubt nicht dass so viele Menschen binnen 5 Jahren die Gemeinde verlassen haben. Viel eher liegt die Ursache dafür in der Verwaltung selbst. Denn jeder Ausländer muss seine Anmeldung als Bürger alle zwei Jahre im Rathaus bestätigen. Dazu erhält jeder Ausländer alle zwei Jahre einen Brief als Erinnerung. Wenn der ausländische Bürger in der Zeit aber innerhalb der Gemeinde umgezogen ist und dies nicht beim Rathaus gemeldet hat, wird dieser Umzug nicht registriert und der Ausländer erhält somit auch kein Erinnerungsschreiben. In der Folge wird er, obwohl vor Ort wohnhaft, nicht mehr als Bürger geführt. Ähnlich verhält es sich wenn Bürger längere Zeit im Ausland sind und ihre empfangene Post nicht öffnen, bzw. die Fristen nicht einhalten können.

Bildquelle: Ayuntamiento Mogán

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