Aus Russland geflohen: Politiker und illegaler Waffenhändler Vladimir Khmel in Adeje verhaftet

Aus Russland geflohen: Politiker und illegaler Waffenhändler Vladimir Khmel in Adeje verhaftet

Teneriffa, 23.06.2018 – – Der russische Unternehmer Vladimir Khmel, der auf der spanischen Insel Teneriffa geschäftlich tätig war, wurde wegen des Verdachts der Geldwäsche durch Immobilieninvestitionen und Steuerhinterziehung für 17 Millionen Euro verhaftet.

Vladimir Khmel ist ein ehemaliger Abgeordneter des Parlaments der russischen Region Primorje, der sich vor neun Jahren auf der Insel Teneriffa wegen der Flucht vor der Justiz in seiner russichen Heimat niedergelassen hatte. Es waren mehrere Strafverfahren wegen groß angelegten Schmuggels chinesischer Waren gegen ihn eingeleitet worden. Nach seiner Flucht nach Teneriffa gründete ein Netzwerk von Unternehmen in der Stadt Adeje.

Durch seine Unternehmen Global Bigfishing SL, Canary International Business Transconsulting SL, La Estrella Favorita SL, Canary Dream Charter SL, Sancho Panza Enterprises SL und Canariasxperiencie hat der ehemalige Parlamentarier in Spanien das Geld investiert, das er illegal in Russland erworben hat.

Wie die spanische Ausgabe El Confidencial unter Berufung auf Quellen in der Guardia Civil schreibt, investierte der russische Geschäftsmann illegal erworbenes Geld in teure Immobilien, sowie in Dienstleistungsgeschäfte für ausländische Touristen, insbesondere organisierte er Bootsfahrten und Helikopterflüge, Partys und andere Unterhaltungen.

Khmel besaß ein 20-Meter-Segelboot Galaxia und eine 1 Million Euro teure Motoryacht namens „La Favorita“, deren Länge 21 Meter beträgt.

Jetzt wurde er wegen Verdachts auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung verhaftet. Die Steuerbehörde Spaniens wirft dem Russen vor, dem Land 17 Millionen Euro Steuern zu schulden. Was den von ihm in Spanien investierten und gewaschenen Betrag betrifft, wird die Höhe noch ermittelt. Er kann in zweistelliger Millionenhöhe liegen. Für die Gesamtheit der angeblichen Verbrechen erwartet Khmel eine lange Haftstrafe.

Zusammen mit Khmel wird ein spanischer Staatsbürger, dessen Name nicht genannt wurde, in Gewahrsam genommen. Es ist bekannt, dass er der Direktor der lokalen Filiale von Banco Popular ist und Khmel vermutlich geholfen hat, die Steuergesetzgebung zu umgehen.

Darüber hinaus half die berüchtigte panamaische Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, deren Aktivitäten im Jahr 2015 während des Skandals um die sogenannten „Paradise Dossiers“, bzw. „Panama Papers“, veröffentlicht wurden, auch Khmel bei der Geldwäsche.

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