
Ciguatoxin in jeder 10. Probe bei Fisch gefunden
Kanaren; 10.06.2018 – – Fisch ist gesund, denken Sie? Dies gilt nur für kleine Fische. Denn bei dicken Fischen sammelt sich im Körper das durch Nahrung aufgenommene Stoffwechselabfallprodukt von Dinoflagellaten, das Nervengift Ciguatoxin. Dinoflagellaten sind kleine einzellige Lebewesen die von kleineren Fischen gefressen werden, wodurch das Gift durch die Nahrungskette irgendwann bei großen Fischen landet. Somit ist der Verzehr von großen Raubfischen gefährlicher, da sie eine höhere Konzentration des Nervengiftes im Körper angesammelt haben.
Aus diesem Grund müssen Fische ab einem bestimmten Gewicht, auf dieses Nervengift hin untersucht werden, schreibt die Fischereibehörde vor. Die Analysen erfolgen in einem Labor des Instituts für Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit der Universität von Las Palmas. Im Jahr 2017 wurde eine Steigerung von 300% bei den positiven Funden festgestellt, weswegen das Labor nun erweitert wird. Das Labor in Las Palmas ist eines von drei Laboren in ganz Spanien, die auf diese Untersuchung von Fisch spezialisiert ist.
Von den 1.058 entnommenen Proben aus Zackenbarsche, Bernsteinmakrelen und Wahoos, wurden 10,2% positiv auf das Nervengift Ciguatoxin getestet. Wer gerne Fisch dieser Arten ist, sollte in große Supermärkte einkaufen, da die Fische dort getestet sein müssen. Sollten Sie den Fisch selber, z.B. bei einer Hochseeangeltour, gefangen haben, prüfen Sie, ob er zu den Risikoarten gehört. Ab einem bestimmten Gewicht muss auch der privat gefangene Fisch getestet werden. Im Zweifelsfalle den Fisch lieber nicht essen. Das Nervengift Ciguatera kann Lähmungen verursachen die jahrelang andauern. Bei 1 von 1.000 Fällen kann das Gift auch tödlich sein.