84% der Mindesteinkommen-Anträge auf den Kanaren abgelehnt

84% der Mindesteinkommen-Anträge auf den Kanaren abgelehnt

08.03.2021; Kanaren – Die hohen Verzögerungen und Ablehnungen bei Anträgen auf das Mindestlebenseinkommen (IMV) auf den Kanarischen Inseln sind „besorgniserregend“, da die Zahlen für Arbeitslosigkeit und Armutsgefährdung nach wie vor eine große Zahl von Familien betreffen, die mit dieser Leistung noch überleben könnten. Das Ministerium für Integration, soziale Sicherheit und Migration hat 84 % der eingereichten Anträge abgelehnt, das heißt von den 43.000 wurden nur 6.916 zugelassen. Das ergibt einen Prozentsatz, der über dem Rest des Landes liegt. Der kanarische Direktor für soziale Gerechtigkeit, Javier Bermúdez, sieht die Gründe dafür darin, dass das Gesetz über die Anforderungen noch weiter angepasst werden muss. Des Weiteren sind die bürokratischen Prozesse sehr zeitaufwendig und müssen ebenfalls vereinfacht werden. In diesem Zusammenhang deutet er daraufhin, dass die kanarische Finanzhilfe (PCI) angepasst wurde. „Einer der von uns vorgenommenen Änderungen war, dass es nicht notwendig ist, die IMV bewilligt zu bekommen, um diese Leistung zu beantragen. Die PCI ist die letzte Unterstützung die beantragt werden kann und wenn es so lange dauern würde, wären Menschen Monate monatelang mittellos. Nach den neuesten Daten erhalten 7.357 Haushalte die PCI und weitere 8.944 die IMV, Zahlen, darüber hinaus die 700 Familien, die die beiden Leistungen zusätzlich kombinieren, da ihr Gesamteinkommen die durch staatliche Beihilfen festgesetzten Höchstbeträge nicht übersteigt. 

Bildquelle: Canarias 7 

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