Leitungswasser ohne Ausschreibung eingekauft – Strafverfahren gegen Marcial Morales

Leitungswasser ohne Ausschreibung eingekauft – Strafverfahren gegen Marcial Morales

Fuerteventura; 01.11.2018 – – Gegen den Präsidenten der Regierung von Fuerteventura, Marcial Morales und dessen Amtsvorgänger Mario Cabrera, wird Anklage wegen Amtsmissbrauchs erhoben. Die Staatsanwaltschaft hat beim Obersten Gerichtshof der Kanaren (TSJC), eine Anklage eingereicht. Es soll bei der Auftragsvergabe für das kommunale Wasserversorgungsunternehmen CAAF zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Der Wirtschaftsprüfer der Inselregierung wurde beim Thema Wassereinkauf immer ignoriert und Dokumente sollen gefälscht worden sein. Das Leitungswasser wurde mutmaßlich ohne öffentliches Ausschreibungsverfahren eingekauft, mit dem dann die Wasserreservoirs von CAAF gefüllt wurden. Der Einzige der dadurch offiziell profitierte, war der Brunnenbetreiber Fermín Pérez Armas, der die umstrittenen Aufträge ohne öffentliche Ausschreibung bekam. Der Betriebsratsvorsitzende von CAAF, Carmelo Hernández Hernández, hatte daraufhin Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt. Welchen Vorteil Marcial Morales und dessen Vorgänger, durch die illegale Auftragsvergabe hatten, ist noch unklar. Morales selber argumentiert, dass es wegen akuten Personalmangels nach der großen Wirtschaftskrise 2008, dem Unternehmen CAAF nicht möglich war, öffentlichen Ausschreibungen vorzunehmen und man deshalb direkt den langjährigen Wasserlieferanten weiterhin engagierte.
Da die Kanaren einen neuen Autonomiestatus erhalten, wird das Oberste Gericht der Kanaren, den Fall an das Gericht in Puerto del Rosario zurück geben. Das Besondere: Lokalpolitiker sind dann nicht mehr durch Immunität vor Strafverfolgung geschützt. Bisher durften wegen der Immunität von Politikern, Strafverfahren gegen sie nur vor dem Obersten Gericht (TSJC) verhandelt werden.

Bildquelle: AerogeneradorCAAF / mipueblofuerteventura eu  (Marcial Morales ist in der Mitte)

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