
Schlag gegen italienische Mafia auf Teneriffa – 106 Verhaftungen
21.09.2021; Teneriffa – Die Nationalpolizei hat im Rahmen einer gemeinsamen Operation mit der italienischen Polizia di Stato und Europol der italienischen Mafia einen schweren Schlag versetzt. 106 Personen wurden im Süden der Insel Teneriffa festgenommen, ihnen wird die Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, sowie Betrug, Drogenhandel, Geldwäsche, Entführung, Prostitution, Dokumentenfälschung, Verletzungen, Drohungen, Nötigungen, Diebstähle mit Gewalt, Einbruch, Sozialversicherungsbetrug und illegaler Waffenbesitz. Die Insassen sollen im vergangenen Jahr mehr als zehn Millionen Euro gewaschen haben, die aus computergestützten Betrügereien in ganz Europa stammen. Die Ermittlungen begannen im Juni 2020 als von der Nationalpolizei festgestellt wurde, dass eine Gruppe von Personen die auf der Insel ansässig ist, mit verschiedenen italienischen Mafia-Clanen in Verbindung steht, die Aufgabe hat Geld zu waschen das durch zahlreiche Computerdelikte in Spanien, Deutschland, Irland, Italien, Litauen und dem Vereinigten Königreich erlangt wurde. Die Organisation hatte ein hohes Maß an Technologie, so dass sie verschiedene Arten von Computerbetrug abdecken konnte wie phishing, smishing, vishing, sim swapping, CEO-Betrug und Hacking bei kommerziellen Unternehmen. All dies brachte der Gruppe enorme Einnahmen ein, nämlich mehr als zehn Millionen Euro in einem einzigen Jahr. Dieses Geld, das auf kontrollierte Bankkonten überwiesen wurde, wurde über Unternehmen oder in Kryptowährung gewaschen und anschließend an die Mafia-Organisationen weitergeleitet. Bislang wurden 118 Bankkonten gesperrt. Zwei der Verhafteten hatten europäische Haftbefehle für 20 Jahre Haft wegen Drogenhandels, gewaltsamen Diebstahls und gewaltsamen Diebstahls in Kraft.
Bildquelle: ABC España