Urteile gegen Drogen schmuggelnde Beamte der Guardia Civil Fuerteventura gefällt

Urteile gegen Drogen schmuggelnde Beamte der Guardia Civil Fuerteventura gefällt

Fuerteventura; 28.112018 – – Vor fünf Jahren wurde ein Drogenlieferung mit einer Tonne Haschisch aufgedeckt. Wobei 733 kg entladen wurden und 267 kg der Drogen bei einer Havarie des Bootes an der Küste von El Cotillo im Meer versanken. Letzteres konnte durch Polizeitaucher geborgen werden. Der Fall wurde unter dem Namen „Botavara“ bekannt und ist einer der schwersten Fälle von Korruption innerhalb einer Polizeibehörde auf den Kanaren überhaupt. Fünf Beamte der Guardia Civil organisieren in mafiöser Art den Drogenschmuggel, während sechs Zivilisten zum entladen, verstecken und unterbringen beschäftigt wurden. Der Schwarzmarktwert wurde auf eine Million Euro geschätzt.
Als die Drogen angeliefert wurden, gaben die Schmuggel-Beamten eine Information an ihre Kollegen dass an einer anderen Stelle der Insel Drogen per Schlauchboot ankommen würden. Somit waren die Polizeikräfte mit einer Falschmeldung beschäftigt.
Die daran beteiligten kriminellen Polizisten nannten sich selbst „Grupo 7“, in Anlehnung an einem spanischen Spielfilm in dem Polizisten ebenfalls kriminelle Handlungen in mafiöser Art begingen.

Das Strafgericht von Las Palmas de Gran Canaria hat nun die Urteile gegen die ehemaligen Polizisten und deren Helfer gefällt:
Jeweils 9 bis 10 Jahre Freiheitsstrafe für vier der Hauptverdächtigen, insgesamt 3,45 Millionen Euro Geldstrafe und ein Beschäftigungsverbot im öffentlichen Dienst für 11 bis 13 Jahre.
Ein fünfter ehemaliger Beamter bekam wegen der Teilnahme an einer illegalen Hausdurchsuchung ein Beschäftigungsverbot im öffentlichen Dienst von zwei Jahren.
Vier Zivilisten wurden jeweils zu Haftstrafen zwischen 9 und 17 Monaten Haft, sowie zu Geldstrafen von 575.089,- Euro verurteilt. Eine weitere Person wurde zu 4 Jahren Haft und 1,15 Millionen Euro Geldstrafe verurteilt.
Zwei Beschuldigte, die den Hauptverdächtigen bei der Bergung von Drogenpaketen aus dem Meer geholfen hatten, wurden zu je 15 Monaten Haft und je 75.000,- Euro Geldstrafe verurteilt.

Vom Vorwurf der Folter, Bildung einer kriminellen Vereinigung und Manipulation von Beweismitteln, wurden die Beschuldigten mangels an Beweisen freigesprochen.

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