Litt der Mörder Israel Rodriguez Miranda an „Posttraumatischer Belastungsstörung“ (PTBS)?

Litt der Mörder Israel Rodriguez Miranda an „Posttraumatischer Belastungsstörung“ (PTBS)?

Teneriffa; 18.07.2018 – – Tötete der Soldat und Familienvater Israel Rodriguez Miranda seine Frau Paula Teresa (32), seine beiden kleinen Töchter (3, 5) und den Familienhund? Alle Indizien deuten darauf ihn und auch wenn noch in alle Richtungen ermittelt wird, wird der Familienvater als Hauptverdächtiger geführt, welcher sich nach den Morden selbst erhängte.

Bereits hier berichteten wir über die Vorgänge der Familientragödie seit dem 16.07.2018.

Der Täter hat einen Abschiedsbrief hinterlassen, in dem er, so wie wir bereits vermuteten, durch seinen Einsatz im Afghanistan-Krieg bleibende psychische Störungen davon getragen hat. In dem Brief beschwerte er sich über die Unfähigkeit des Staates den traumatisierten Soldaten und deren Familien nach dem Einsatz psychologisch zu helfen. Wie so viele Kriegsteilnehmer litt auch Israel an einer posttraumatischen Belastungsstörung“ (PTBS). Die Handschrift in dem Brief wurde von Experten als die seine bestätigt.
Es gilt auch als bestätigt dass die Töchter erstickte wurden und die Ehefrau und Mutter erwürgt wurde. Sie wäre selber zu Gewalt an ihren Kindern nie fähig gewesen, beschreiben sie Familienmitglieder und Freunde. Die Mutter hinterlässt einen älteren Sohn, welcher von einem anderen Vater stammt und der während der Tatzeit bei diesem war. Die Großmutter rief am Montag gegen Mittag die Polizei, da sie auf eine Meldung der Familie wartete, welche nicht kam. Die Beamten öffneten die Tür und fanden die Leichen der vier Personen und des Hundes. Die Opfer lagen in einem Raum auf dem Bett aufgereiht. Der Täter erhängte sich im Nachbarzimmer.
Israel, 43 Jahre alt und aus Zamora stammend, war ein Kriegsveteran, der für seine Kampfhandlungen in Afghanistan während seiner Dienstzeit mit dem angesehenen Militärverdienstkreuz mit rotem Abzeichen ausgezeichnet wurde. Die Auszeichnung erhielt er für die Beteiligung an Kampfhandlungen im Jahr 2007. Er war zu bis zu seinem Tot bei seiner Brigade als Mechaniker im Hubschrauberbataillion in Los Rodeos stationiert.


UPDATE 19.07.2018 – – Bezüglich des grausamen Mordes sind neue Details veröffentlicht worden. Die beiden kleinen Töchter sind laut Autopsiebericht nicht vergiftet, sondern erstickt worden. Der letzte Kontakt von anderen Familienmitgliedern zu der toten Familie bestand am 14. Juli. Die leblosen Körper selber sollen beim Auffinden am Montag bereits zwei Tage tot gewesen sein. Dies widerspricht der ersten Darstellung örtlicher Medien, dass die Familie noch am Abend zuvor mit anderen Familienmitgliedern gefeiert haben sollen.


UPDATE 20.07.2018 – – Zu dem vom Mörder hinterlassenen Abschiedsbrief sind neue Details des Inhalts bekannt geworden. So beschwerte sich der Familienvater und mutmaßlich Mörder darüber das seine Familie große finanzielle Probleme habe, eines der Kind schwer krank ist und die Familie der Frau ihn angeblich nicht sehr mochte. Feministische Verbände deklarieren den mehrfachen Mord eines Mannes an Frauen, bzw. weibliche Personen als geschlechterspezifische Gewalt in einer „Macho“-Kultur, wie sie in Spanien üblich sei. Darauf reagieren die Ermittler mit der Antwort, dass es bezüglich dieser Familie absolut keine Hinweise auf Probleme in der Beziehung gab. Der Vater Israel Rodriguez Miranda war nie gewalttätig geworden und auch nicht als „Macho“ bekannt. Es gab keine Anzeichen auf Streit und Unstimmigkeiten die die Polizei oder andere Behörden im Vorfeld zum Eingreifen hätten bewegen können. Die Tat geschah praktisch aus dem Nichts heraus ohne jedes Anzeichen einer Ankündigung. In den Kopf eines Menschen kann man nicht hinein schauen. Inwiefern dieser schreckliche Tag nun Auswirkungen auf den Umgang und der staatlichen Betreuung mit Kriegsveteranen haben wird, die anerkannt an PTBS leiden, wird die Zukunft bringen. In diesem Bereich besteht in Spanien dringend Handlungsbedarf. Soldaten, die psychische Schäden durch ihre Kampfeinsätze erlitten haben, dürfen nach ihrem Einsatz oder ihrer Dienstzeit nicht alleine gelassen werden. Diese Problematik betrifft nicht nur Spanien, sondern aller Länder und Armeen. Auch in den USA und in Deutschland sind Selbstmorde oder gar „erweiterte Suizide“ von psychisch kranken Kriegsveteranen bekannt, die ihre schrecklichen Erlebnisse in Auslandseinsätzen nie richtig verarbeitet haben. Dies darf jedoch niemals der Grund sein, andere Menschen, insbesondere seine Liebsten und kleine Kinder zu töten.

Bildquelle: diariodeavisos.elespanol.com

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