Versteckte Preiserhöhungen bei Flugtickets nach Einführung des Residentenrabatts

Versteckte Preiserhöhungen bei Flugtickets nach Einführung des Residentenrabatts

Kanaren/Balearen; 02.12.2018 – – Nach dem der Residentenrabatt von 75% eingeführt wurde, erhöhten einige Billigfluggesellschaften die Preise für Flugtickets im Durchschnitt um 28%. Flugtickets zu den Kanarischen Inseln sind für Nicht-Residenten in der Weihnachtszeit teilweise teurer als Flugtickets nach New York, teilte die Wirtschaftsvereinigung der Reisebüros der Balearen (Aviba) mit. Aviba hat eine Beschwerde bei der Nationalen Kommission für Märkte und Wettbewerb (CNMC) eingereicht. CNMC teilte hingegen mit, sie werden nur eine Untersuchung einleiten wenn der Verdacht auf Preisabsprachen zwischen den Airlines im Raum steht.
Obwohl die Airlines den Rabatt von 75% vom spanischen Staat komplett ersetzt bekommen und ihnen damit kein finanzieller Verlust entsteht, haben einige Airlines in ihren Internet-Bestellsystemen eine versteckte Preiserhöhung eingebaut. Aviba überprüfte 4.500 Flucktickets zwischen August und Oktober 2018 und verglich sie auch mit dem selben Zeitraum in 2017. Der durchschnittliche Anstieg wird auf 28% berechnet. Reisende die den Residentenrabatt in Anspruch nehmen können sparen natürlich weiterhin. Im Schnitt sind es aber 36% Prozent gegen über den Flugpreisen vom Vorjahr. Nicht-Residenten müssen hingegen nun mehr Geld für Flugtickets ausgeben. Durch die täglichen Preisschwankungen und den vielen Sonderangeboten mit teilweise nur 40,- Euro pro Flugticket, fällt dies aber auf dem ersten Blick nicht weiter auf. Eine der Billigfluggesellschaften die bei der versteckten Preiserhöhung besonders aufgefallen war, ist Vueling (38% Preissteigerung), gefolgt von Iberia (9%).
Aber es geht auch andersrum: Bei Air Europa sind die Preise im Schnitt um 11% gefallen.
Eine der festgestellten Unregelmäßigkeiten bestand auch darin, dass der normale Ticketpreis bei einem Kauf auf einer Online-Website zu Beginn des Bestellverfahrens durch das Markieren des Residentenrabatt von Anfang an höher war als beim Kaufvorgang ohne Residentenrabatt. Vor diesem Hintergrund hat das „Ministerium für öffentliche Arbeiten“ eine gesetzliche Änderung für das Online-Ticket-Verfahren angekündigt. Das Anwählen des Residentenstatus bei der Online-Bestellung soll erst zum Ende des Bestellvorgangs möglich sein, wenn der Käufer eine Zusammenfassung des Ticketpreises sieht. Erst Residentenrabatt auswählen und danach erst die Flugpreise angezeigt zu bekommen, soll es nicht mehr geben. Wann die Gesetzesänderung in Kraft treten soll, blieb noch unklar.

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