„Schwarze Flagge“ für zwei weitere kanarische Strände

„Schwarze Flagge“ für zwei weitere kanarische Strände

30.06.2021; Kanaren – Dieses Jahr vergibt „Umweltschützer in Aktion“ die „schwarze Flagge“ wegen Verschmutzung und Misswirtschaft am Strand von Canto del Barranco in Garachico. Seit vor 2001 ist bekannt, dass dieser Strand durch die veraltete und ineffiziente Kläranlage (EDAR) im Barranco Hondo durch die Entleerung von Abfallprodukten das Ökosystem der Kanal- und Meeresumwelt stark beeinträchtigt und außerdem die Gesundheit der nachbarnahen Gemeinden die in der Nähe der Region wohnen gefährdet. Nach Angaben der Umweltorganisation hat diese Verantwortungslosigkeit zur Zahlung hoher Geldstrafen für die Verschmutzung der Meeresumwelt geführt. Umweltschützer erklären, dass die Plattform Los Silos-Isla Baja ab 2017 den Kampf gegen diese Einleitung durch Druck auf die lokalen Unternehmen betreibt. Die Gemeinde Garachico zeigt jedoch kein echtes Interesse an der Lösung des Problems und die CIATF schlägt vor, die Einleitung über die Gemeinde Los Silos über einen Meeresauslaß zu verlegen, der gegen das Gesetz verstößt und in dem die immer seltenere kanarische Muschel (Haliotis tuberculata coccinea) lebt, die im Katalog der geschützten Arten der Kanarischen Inseln eingetragen ist. Es wird auch die „schwarze Flagge“ für die Verschmutzung von Playa Quemada in der Gemeinde Yaiza vergeben. Wie aus dem Bericht hervorgeht, verursacht die Tätigkeit der Firma Piscifactorías Atlántico seit 2011 eine organische Verschmutzung durch den industriellen Anbau von Bar und Dorade. Diese hat eine Ausdehnung geplant entlang der Küste in den Gebieten zwischen Costa Teguise und Playa Blanca. Der Regionale Plan für die Entwicklung der Aquakultur (PROAC) berücksichtigt nicht Gebiete wie das Naturdenkmal von Los Ajaches und seine besondere Vogelschutzzone, in denen aufgrund der Nähe zur Fischfarm eine Vielzahl von gefangenen Vögeln in den Käfigen dokumentiert wurden. Es überschneidet sich mit besonderen Schutzgebieten wie Seegraswiesen von Guasimeta und Cagafrecho, wo gesetzlich empfohlen wird, die Fischerei, das Ankern oder andere Tätigkeiten, die die Flora und Fauna schädigen können, zu vermeiden. Der Hotelkomplex Oliva Beach der Familie Riu auf Fuerteventura erhält zum zweiten Mal in Folge die „Schwarze Flagge“ wegen Umweltmanagements. Während all dieser Jahre der Nutzung ist Ihr Abwasserabfluss immer noch in einem schlechten Zustand und entsorgt Schadstoffe in eines der wichtigsten Naturgebiete, wie die Seegraswiesen von Corralejo und die Unterwasserwälder welches ausgewiesene spezielle Meeresschutzgebiet und Kernpunkte der biologischen Vielfalt sind. Die Unterwasserwälder und –gärten nehmen CO2 auf und bremsen den Klimawandel. Wie die Umweltschützer in Aktion betonen, kann man zu Zeiten vieler Touristen, sogar das Toilettenpapier und die Fäkalien, die von der Strömung zu den Stränden des Naturparks der Dünen getrieben werden, sehen. Ben Magec-Umweltschützer in Aktion warnt vor der jährlichen Zunahme der Verschlechterung der Küste durch die Wirkung des menschlichen Handelns. Deshalb fordern sie alle öffentlichen Verwaltungen auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die Situation umzukehren und die große Anfälligkeit der biologischen Vielfalt auf dem Inseln ernst zu nehmen, wobei sie sich der starken Belastung durch widrige Wetterereignisse, denen wir durch den Klimawandel ausgesetzt sind, bewusst sind.

Bildquelle: Diario de Avisos

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