Wasserbombe an der Küste von La Palma gefunden

Wasserbombe an der Küste von La Palma gefunden

La Palma; 30.07.2018 – – Die Guardia Civil sperrte einen Küstenbereich bei Tijarafe ab. Dort wurde eine mutmaßliche Wasserbombe, amerikanischer Bauart, aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Der Munitionsbergungsdienst ist auf dem Weg um die Bombe zu entschärfen oder kontrolliert zu sprengen. Experten hatten schon länger damit gerechnet das die zwangsweise abgeworfenen Munition irgendwann an der Küste La Palmas auftauchen könnte.
Die Geschichte zu dem Bombenfund:
Die Wasserbombe stammt vermutlich von einem US-amerikanischen U-Boot-Jagdbomber des Typs F4F „Wildcat“, der im Sommer 1944 nach deutschen U-Booten im Atlantik suchte. Doch ein deutsches U-Boot macht Jagd auf die Verfolger versenkte mit drei Torpedos den amerikanischen Flugzeugträger „USS Block Island“, welcher die Basis von dem Piloten John F. Carr war. Er war, zusammen mit anderen Maschinen, in der Luft, als ihr schwimmendes Rollfeld im Atlantik versank. Seine Maschine hatte bald kein Treibstoff mehr und der Pilot warf seine komplette Bombenlast ab, um länger in der Luft bleiben zu können und einen Landeplatz zu suchen. Eigentlich wollte er auf Madeira landen, begann aber gegen 23 Uhr eine Notwasserung vor La Palma, in der vermeintlichen Annahme er wäre bereits vor Madeira. John rettete sich auf einen Felsen, kam von dort aber nicht weg. Ein Fischerboot fand zufällig den Piloten und brachte ihn in die Gemeinde Tijarafe. In einem von ihm verfassten Artikel in einer Militär-Zeitschrift, schrieb er, dass er von den Spaniern gut behandelt wurde und sie ihn ordentlich „durchfütterten“. Allerdings verstand er ihre Sprache nicht. Da sie kein portugiesisch Sprachen, vermutete er, dass der Akzent auf Funchal anders ist als normales Portugiesisch. Erst als er am Folgetag in eine Stadt ging, stellte er fest, das er auf einer spanischen Kanareninsel und nicht auf Madeira war. Die Guardia Civil nahm ihn in Gewahrsam und übergab den Piloten an das 133 Regiment der spanischen Armee. Ein Major dieser Einheit, welcher das deutsche Eiserne Kreuz als Abzeichen trug, war von dem Ankömmling gar nicht begeistert und beschimpfte ihn dass er hier nur Ärger machen wolle. Dazu muss man wissen, das zehntausende spanische Soldaten der „Blauen Division“ in der Wehrmacht dienten und an der Ostfront für das Deutsche Reich kämpften. Der spanische Major hatte also kurz zuvor für die Armee des Feindes gedient. Ein vor Ort lebender englischsprachiger Versicherungsvertreter der Lloyds of London-Versicherung dolmetschte für ihn. John blieb während des ganzen Krieges der einzige amerikanische Pilot der in Spanien in Gefangenschaft geriet. Nach 10 Tagen auf La Palma, kam er über Teneriffa nach Gran Canaria. Von dort brachten die Spanier ihn per Schiff nach Cadiz und weiter in die „Freiheit“ nach Gibraltar, wo die Amerikaner auf der britischen Exklave einen Stützpunkt hatten. Von den fünf Piloten die während des Untergang ihre Flugzeugträgers in der Luft waren, überlebten nur zwei. 650 Männer von der versenkten USS Block Island konnten gerettet werden.

Bildquelle: mundolapalma com

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